Leichtathletik, Handball und weitere Sportarten beim KFV: Von deutschen Meistern und einer Olympiasiegerin

Bereits 1905 gründete der KFV eine Tennis- sowie eine Leichtathletikabteilung. 1919 folgte die Frauenleichtathletikabteilung. Ab 1906 richte der KFV einen eigenen Leichtathletikwettkampf, die sogenannten Internationalen Olympischen Spiele u.a. mit Lauf-, Sprung- (Weitsprung, Hochsprung, Dreisprung), Wurf- (Diskuswerfen, Kugel- und Steinstoßen) und Mehrkampfwettbewerben aus. Bekannte KFV-Leichtathleten waren u.a. Adolf Speck (Deutschen Meister im 110-Meter-Hürdenlauf, 1909), Alois Wirth […]
Der Kronprinzenpokal – Deutschlands erster nationaler Pokalwettbewerb – mit starker KFV-Beteiligung

Die Gravur des Silberpokals sagte schon alles: „Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen stiftete im Jahre 1908 diesen Pokal als Wanderpreis für Fußball-Wettspiele zwischen den repräsentativen Mannschaften der Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes“ (der erste deutschlandweite Wanderpokal des Fußballs). Die Teilnehmer des Pokals waren nicht wie im heutigen DFB-Pokal […]
Biografie: Karoline Radke-Batschauer – Die Olympiasiegerin des KFV

Karoline Radke-Batschauer – 18. Oktober 1903 in Karlsruhe – 14.Februar 1983 in Karlsruhe Von Dr. Wolf-D. Junghanns Am 2. August 1928, bei den Olympischen Sommerspielen in Amsterdam, hat Lina Radke in mehrfacher Hinsicht Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal durften Frauen an den Leichtathletikwettbewerben teilnehmen – im Hochsprung, Diskuswerfen, 100-m-Lauf, in der Sprintstaffel und im 800-m-Lauf […]
2007 bis heute: Mit Tradition in die Zukunft

Für drei Jahre verschwand der KFV von der Fußballlandkarte Deutschlands, wurde aber zu keiner Zeit aus dem Vereinsregister gelöscht. Schon kurze Zeit nach dem Ausschluss vom Spielbetrieb 2004 entschlossen sich der ehemalige KFV-Spieler Alexander Etzel und Wolfgang Albert, früherer Jugendtrainer des KFV (1982 Aufstieg mit der C1 in die Bezirksliga), den KFV wieder auf die […]
2004-2008: Zahlungsunfähigkeit und Heimatverlust – Ein „Gschmäckle“ bleibt

2004 begann nicht ganz überraschend das wohl dunkelste Kapitel der Vereinsgeschichte. Der KFV konnte seine Schulden beim Fußballverband nicht mehr begleichen und war damit zahlungsunfähig. Es folgten der Ausschluss aus dem Spielbetrieb und der Abriss der sportlichen Heimat. Ein Einschnitt, von dem sich der Verein bis heute nicht erholen konnte. Doch der Reihe nach: Am […]
1961 bis 1974: Kontinuität und Erfolge im Amateurfußball; Fast-Aufstieg in die 2. Liga

USA-Reisen, ein Bundesligastar und Ligaalltag Das 70-jährige Jubiläum feierte der KFV mit Jubiläumsspielen gegen den KSC, Waldhof Mannheim (der für den DDR-Verein BSG Nordhausen eingesprungen war, der keine Einreiseerlaubnis erhielt) und dem AS Nancy. In der Pokalrunde unterlag man der KSC-Vertragsspielermannschaft mit 1:3 vor 5.000 Zuschauern. Ein Höhepunkt der frühen 1960er Jahre war die erste […]
1919 bis 1933: Der KFV unter süddeutschen Spitzenmannschaften

Die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs gelang während des 1. Weltkriegs infolge der zahlreichen Einberufungen nur unter erschwerten Bedingungen. Einige Spieler der Finalmannschaften von 1905, 1910 und 1912 fielen während des 1. Weltkrieges, so wie der rechte Läufer Hans Ruzek (08. November 1914), der Verteidiger Kurt Hüber (17. August 1915), der Linksaußen Hermann Bosch (16. Juli 1916) […]
KFV gegen Phönix: Ein Karlsruher Stadtduell ist das spektakulärste deutsche Derby der Kaiserzeit

Es taucht in keiner deutschen oder gar internationalen Statistik auf, dabei ist das Lokalderby Karlsruher FV gegen Phönix Karlsruhe eines der meistgespielten Deutschlands. Allein von 1896 bis 1952 (dann wurde der KSC geboren) trafen die Erzfeinde 130 Mal aufeinander. 59 Spiele gewannen die Schwarzroten, 39 die Schwarzblauen, insgesamt fielen 481 Tore, also fast vier Tore […]
1991-2004: Landesliga und Verbandsliga im Wechselspiel; Sturz in die B-Klasse

Nach einem guten sechsten Platz in der Verbandsliga musste der KFV nach dem Jubiläum wieder absteigen. Der Abstieg bedeutete nur den Auftakt einer wahren Fahrstuhlfahrt in den 1990er Jahren. 1994 übernahm Ex-Bundesligaprofi Rudi Wimmer, der von 1969 bis 1983 für den KSC spielte, das Traineramt beim KFV. Der am 20.Januar 1944 im mährischen Ostrau geborene […]
1945 bis 1948: Als der Fußball-Adel den „Palast“ verließ – Die letzte Phase der Erstklassigkeit des KFV

Am 5. März 1944 trug der KFV sein letztes Pflichtspiel im Deutschen Reich aus. Am 4. April 1945 wird Karlsruhe von Franzosen besetzt. Später wird Karlsruhe der amerikanischen Besatzungszone zugeteilt. Schon früh nach Kriegsende begannen Parteien, Verbände und Vereine sich neuzuformieren. Nach der ersten Mitgliederversammlung, genehmigt die amerikanische Militärregierung am 20. Dezember 1945 das vorgelegte […]